|
|
|
V e r e i n __ W y s s e b a c h e r __ S a g i
|
|
Die ca. 600 Jahre alte Eingattersäge in Wyssebach, Gemeinde Boswil, war bis in die heutige Zeit ein Nebengewerbe des historischen Mühlehofes. Gebäude und Einrichtungen waren baufällig geworden, so dass die Säge vor wenigen Jahren stillgelegt wurde. Eine Reparatur kam für die Eigentümerfamilie Martin Köchli-Bernet aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Frage. Um aber dieses gewerbliche Kulturprojekt aus vorindustrieller Zeit der Nachwelt zu erhalten, suchte sie nach neuen Wegen. Kontakte zur kantonalen Denkmalpflege, zum Arbeitslosenprojekt der Stollenwerkstatt Aarau und mit Hilfe eines Kreises von Interessierten wurde es möglich, das Ziel über die Gründung eines Vereins zu erreichen, der das Objekt im Baurecht übernahm.
|
|
Sagi-Gebäude vor der Restaurierung
Mit dem Zweck, die Wyssebacher Sagi baulich zu sanieren und funktionstüchtig zu erhalten unter grösstmöglicher Wahrung der baulichen Substanz, sowie den weiteren Unterhalt derselben zu gewährleisten, wurde am 3. Juni 1996 der Verein mit 6 Mitgliedern gegründet. Am 8. November fand die erste Vereinsversammlung mit 30 Mitgliedern statt.
|
|
Der an der ersten Vereinsversammlung bestellte Vorstand, der 1999 und 2002 bestätigt wurde, setzt sich wie folgt zusammen:
Präsident Franz Widler, Knonau
Vizepräsident/Kassier Kurt Lerf, Buttwil
Aktuar Matthias Köchli, Weissenbach, Buttwil
Matthias Leemann, Buttwil
Betriebsleiter Willy Lange, Buttwil
|
 |
| Säger Martin Köchli (links) und Vorstand (von links nach rechts): Franz Widler, Matthias Leemann, Stefan Manser, Matthias Köchli, Kurt Lerf. |

| Die Restaurierung:
Gleich nach der Gründung des Vereins wurden die Vorbereitungen für die Sanierung der Sagi an die Hand genommen. Eine technische Kommission, welche anfänglich die Planung begleitete, wurde mit Beginn der Bauarbeiten durch eine dreiköpfige Projektleitung ersetzt. Durch einen Baurechtsvertrag über 50 Jahre ging die Sagi ins Eigentum des Vereins über.
Mit Beschluss des Regierungsrates vom 17. Juni 1998 wurde die Sagi unter Denkmalschutz gestellt.
Im Frühjahr 1999 begannen die Bauarbeiten mit der Sanierung des Wasserwerkes. Im Juni konnte mit der Demontage des Oberbaues begonnen werden. Im gleichen Zug wurde das Mauerwerk aus dem 15. Jahrhundert renoviert. Dann folgte der Einbau des neuen Wasserrades und des Kammrades.
Aus Finanzierungsgründen wurden die Restaurierungsarbeiten 2001 eingestellt, aber bereits im Jahre 2002 wieder aufgenommen, sodass die Sagi bis im Sommer 2003 fertig renoviert werden konnte.
|
|
|
|